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Wohnwirtschaft nimmt wieder Fahrt auf

Stärkster Immobilienpreis-Anstieg seit Indexbeginn 2004

Autor: Gerhard Rodler

Die Delle scheint für die Wohnwirtschaft scheinbar eine sehr kurze und überschaubare gewesen zu sein. Bis zu 16,8 Prozent weniger Mietwohnungsinserate hat es während Corona-Krise im deutschsprachigen Raum gegeben. Denn der plötzliche und weitgehend unvorbereitete Shutdown - eben auch bei den Maklern und vor allem was die Vor-Ort-Besichtigungen betrifft - hat zu einem massiven angebotsseitigen Rückgang und entsprechender Verunsicherung ganz allgemein geführt.

Wie eine Analyse von Kryptoszene.de zeigt, allerdings tendenziell eher zu unrecht. Denn gleichzeitig zu diesem plötzlichen Einbremsen bei den Angeboten hat sich die Nachfrage überraschenderweise massiv gesteigert. Laut der erwähnten Analyse hat beispielsweise das Suchanfragen-Volumen im Internet für Immobilien sogar auf einem Allzeit-Hoch erreicht.

Sowohl bei Häusern, als auch bei Wohnungen gab es dieses - bis heute anhaltende - Nachfrage-Hoch - und hierbei wiederum bei Kauf- und Mietgesuchen gleichermaßen. Der Google-Trend-Score, der das relative Suchvolumen angibt, notiert in allen Fällen auf dem größtmöglichen Wert von einhundert.

„Erste Daten lassen es naheliegend erscheinen, dass die Immobilien-Branche glimpflich aus der Corona-Krise zu kommen scheint“, so Kryptoszene-Analyst Raphael Lulay. „Gewissheit hierfür gibt es allerdings nicht. Kaufkraftverluste im Zuge einer drohenden Rezession könnten sich mittelfristig auch auf die Immobilienpreise auswirken“. Allgemein angenommen wird jedoch auch, dass die Immobilienpreise kurfristig etwas zurückgehen.Das freilich von einem sehr hohen Niveau aus. Denn seit Aufzeichnung des Immobilienpreis-Index im Jahr 2004 erhöhten sich die Preise nie stärker, als von 2019 auf 2020. Insofern dürfte im Zuge eines vorübergehenden Preisrückganges gerade einmal ein Teil der enormen Preissteigerungen der letzten Jahre wieder aufgebaut worden sein. Und auch hier ist die allgemeine Marktmeinung, dass diese Delle eher nur die Basis für einen danach folgenden neuen Aufschwung sein könnte.

Außerdem gilt: Gemeinsam schaffen wir das!

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