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Zweitbestes Ergebnis in Deutschland

Und das trotz Coronapandemie

Autor: Charles Steiner

Der deutsche Investmentmarkt hat sich bislang von der Coronapandemie und deren wirtschaftliche Auswirkungen bislang noch nicht infizieren lassen. Im Gegenteil. Mit einem Gesamtvolumen von 79,2 Milliarden Euro konnte bundesweit das zweitbeste Ergebnis nach dem Rekordjahr 2019 eingefahren werden. So betrug der Rückgang zum Alltime-High von 2019 lediglich 5,5 Prozent - und was den Rückgang betrifft, dürfte der Grund vielmehr ein Objektmangel sein, weniger die Einschränkungen durch Covid-19. Allein im vierten Quartal sind rund 23 Milliarden Euro in deutsche Immobilien angelegt werden, was einem Zuwachs gegenüber dem dritten Quartal von mehr als zwei Dritteln entspricht. Auch ist das Anlagevolumen im Rahmen des Corona-Jahres adaptiert worden: Während 59,2 Milliarden Euro des Investitionsvolumens auf Gewerbeimmobilien entfielen (minus zwölf Prozent, 30 Prozent über dem langjährigen Mittel), erreichte der Wohninvestmentmarkt für Portfolios ab 50 Einheiten 20 Milliarden Euro (plus 23 Prozent; 38 Prozent über dem langjährigen Mittel). Das geht aus einer aktuellen Analyse von CBRE hervor, die heute Vormittag veröffentlicht wurde. Auch für heuer geht der Immo-Dienstleister von einem Volumen weit über 70 Milliarden Euro aus.

Als aktivste Investoren hätten sich mit 12,2 Milliarden Euro demnach offene Immobilienfonds und Spezialfonds erwiesen, gefolgt von Versicherungen und Pensionskassen mit 4,6 Milliarden Euro und Asset- und Fondsmanagern mit 1,8 Milliarden Euro. Die verschiedenen internationalen Investoren kamen 2020 zusammen auf einen Marktanteil von 47 Prozent, was einem Anstieg um fünf Prozentpunkte beziehungsweise 2,3 Milliarden Euro entspricht.

Büroinvestments bleiben mit einem Anteil von 35 Prozent (27,6 Euro Milliarden) weiterhin die wichtigste Assetklasse, gefolgt von Wohnen (20 Milliarden Euro , 25 Prozent), Einzelhandel (12,3 Milliarden Euro, 15 Prozent) und Logistik (7,6 Milliarden Euro, zehn Prozent). Im Jahresverlauf 2020 wurden 162 großvolumige Transaktionen mit jeweils mehr als 100 Millionen Euro in Höhe von zusammen 47 Milliarden Euro registriert, darunter 68 großvolumige Paketverkäufe mit einem Transaktionsvolumen von knapp 30 Milliarden Euro. Fabian Klein, Head of Investment CBRE Deutschland: „Gerade eigenkapitalstarke institutionelle Investoren setzen bei ihren Portfolios immer stärker auf Immobilien mit langfristig gesicherten Cashflows. Denn in Krisenzeiten liegt der Fokus noch stärker als sonst auf Core-Lagen und Core-Produkten, deren Verfügbarkeit aber begrenzt ist, was die Preise treibt.“