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Asiaten kaufen jetzt in London

FIABCI-World-President sieht keine Brexit-Folgen

Autor: Charles Steiner

Auch wenn es nur mehr etwa drei Wochen bis zum Austritt Großbritanniens dauert und es immer noch ungewiss scheint, ob der Austritt vollzogen wird und wie: Der britische Investmentmarkt leidet derzeit nicht unter dem Tauziehen zwischen Großbritannien und der EU. Zu diesem Schluss gelangt der FIABCI World President Assen Makedonov im Rahmen des federführend von CEPI-Generalsekretärin Elisabeth Rohr initiierten CEPI High Level Summit der ÖVI und der Wirtschaftskammer mit 25 Europäischen Mitgliederverbänden im Gespräch mit dem immoflash. Seine Beobachtung: „Investoren aus Asien treten mittlerweile sehr stark als Anleger in London auf, da sie sich mehr Rendite erhoffen“, so Makedonov. Dennoch sei ebenfalls zu beobachten, dass Unternehmen von London nach Frankfurt ziehen wollen.

Als wichtigen Player im Kampf gegen den Klimawandel sieht CEPI-Präsident Jaroslaw Zielinski die Immobilienwirtschaft: „Auch die Immobilienwirtschaft ist aufgerufen, sich dem Problem mit dem Klimawandel anzunehmen, sie hat durchaus die technischen Möglichkeiten, nachhaltig und energiesparend zu bauen und zu betreiben, sehr viele Player haben zudem das notwendige Know-how. Wir sind angehalten, die Zukunft zu bauen.“ Aktuell sieht Ramon Riera, Präsident von FIABCI Europe und Spanien, allerdings verschiedene politische Bedingungen in der Europäischen Union, für ihn ist politische Stabilität ein wesentlicher Faktor für Immobilienmärkte: „Investments kommen nur zu stabilen Ländern“, so seine Folgerung.

Für die Etablierung des Multi Listing Systems, kurz MLS, in Europa und auch in Österreich tritt Christel Silver, Global Ambassador to Austria and Germany der National Association of Realtors (NAR) ein. Sie ist direkt aus Florida nach Wien angereist: „Die Netzwerke in den Vereinigten Staaten sind viel dichter, Kunden können sich hier ihre Makler besser auswählen. Wir haben eher einen Wettbewerb der Personen, weniger der Objekte“, so Silver, die auf ein US-amerikanisches Netzwerk der NAR von 1,3 Millionen Mitglieder verweist.