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Nahversorger im Investorenvisier

GRR steigert Ergebnis

Autor: Charles Steiner

Gerade in Pandemiezeiten haben sich Nahversorger als besonders immun gegen Corona erwiesen. Schließlich decken diese ein Grundbedürfnis ab und gehören zu den wenigen Assetklassen, die nicht von einer verordneten Schließung betroffen waren. Für Investoren, die sich auf dieses Segment konzentrieren, sind das goldene Zeiten. So auch für die Nürnberger GRR Group, die eben in solche Objekte, nämlich Nahversorgungszentren, Lebensmitteleinzelhandel und Discounter investiert. Diese konnte das Ergebnis um 14,2 Prozent auf 6,1 Millionen Euro steigern und liegt damit laut eigenen Angaben deutlich über Plan. Der Gesamtumsatz der Gruppe stieg im gleichen Zeitraum um 4,4 Prozent von 22,5 auf 23,5 Millionen Euro. Im November 2020 wurde mit dem Erwerb eines Edeka-Marktes im Saarland die Investitionsphase des GRR German Retail Fund No. 3 abgeschlossen. Das aufgrund der großen Nachfrage erhöhte Anlagevolumen beträgt rund 385 Millionen Euro. Damit sind drei GRR-Fonds mit insgesamt über 600 Millionen Euro eingeworbenem Eigenkapital und mehr als 1,1 Milliarden Euro Investitionssumme erfolgreich platziert und investiert. Das geplante Anlagevolumen des im Januar 2020 aufgelegten GRR German Retail Fund No. 4 wurde auf rund 450 Millionen Euro erhöht. Der Fonds wurde vorzeitig aus der Platzierung genommen. Das akquirierte Eigenkapital beträgt 258 Millionen Euro.

Vorstand Martin Führlein: „Für institutionelle Investoren erweist sich das Segment Basic Retail auch in der Krise als außerordentlich wertstabil. Trotz des zunehmend kompetitiven Wettbewerbsumfelds hat die GRR Group die Zahl der erfolgreich abgeschlossenen Zukäufe von Portfolios und Einzelobjekten nochmals kräftig gesteigert." Das Transaktionsvolumen hat sich auf 246,3 Millionen Euro zum Vorjahr mehr als verdoppelt (+129,4 Prozent). Im November 2019 hatte die GRR Group das Portfolio “Gabius" mit 41 Lebensmittelmärkten und Discountern in zehn Bundesländern erworben - der zweitgrößte Zukauf in der Unternehmensgeschichte. Insgesamt betreuen die 70 Beschäftigten bundesweit rund 500 Objekte mit einer Gesamtfläche von nahezu 1.000.000 Quadratmetern und einem Volumen von circa 1,75 Milliarden Euro. Gehalten werden die Immobilien in vier eigeninitiierten offenen Spezial-AIF sowie Dienstleistungs- und Individualmandaten.