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Pandemie drückt Zinshaus-Transaktionen

Ohne Covid könnte mehr verkauft werden

Autor: Charles Steiner

Die Nachfrage nach Zinshäusern ist auch durch die Coronapandemie nicht abgekühlt. Im Gegenteil: Es hätten sogar wesentlich mehr verkauft werden können, hätte es die pandemiebedingten Kontakteinschränkungen nicht gegeben. Denn diese haben dafür gesorgt, dass die Anzahl der Transaktionen gegenüber 2019 leicht rückläufig waren, geht aus einer Mitteilung von Arnold Immobilien hervor. Laut Markus Arnold, CEO und Gründer von Arnold Immobilien habe man im Vorjahr 55 Objekte mit einem Gesamtvolumen von rund einer Viertelmilliarde Euro vermitteln können: "Das anhaltend niedrige Zinsniveau, die schwierige Situation auf den Kapitalmärkten und der anhaltende Investitionsdruck machen Zinshäuser nach wie vor sehr attraktiv. Nicht nur Wien, und hier vor allem Objekte in guter Lage, verzeichnet eine hohe Nachfrage. Auch in den Landeshauptstädten besteht sehr reges Kaufinteresse." Nicht nur dort: Ähnlich gestaltet sich die Situation in Berlin, wo Arnold Immobilien, neben Mailand, Madrid, Lissabon, Prag, Bratislava und Budapest, ebenfalls eigene Niederlassungen betreibt.

Dass der österreichische Nationalrat für heuer die Indexierung der Richtwertmieten ausgesetzt hatte, ändere laut Arnold an der Nachfrage nach Zinshausinvestment nichts, wenngleich der Experte den Eingriff durchaus kritisch betrachtet: "Für Härtefälle, die es leider pandemie-bedingt gibt, ist die öffentliche Hand zuständig - und nicht die Hausbesitzer. Sozial treffsicherer wären höhere Unterstützungen für jene Menschen, die es wirklich nötig haben." Investoren, die gegenüber anderen attraktiven Immobilieninvestments aufgeschlossen sind, empfiehlt Markus Arnold, in Gewerbeimmobilien zu investieren. "Diese Assetklasse feiert derzeit ein Comeback. Nach einem eher schwierigen Jahr 2020 ist die Nachfrage, besonders von internationalen Investoren, zurück", erklärt der CEO und Eigentümer von Arnold Immobilien.