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Solider österreichischer Investmentmarkt

603 Millionen Euro im ersten Quartal - mehr als 2020

Autor: Charles Steiner

Trotz des durch die Pandemie eher holprigen Start ins Neue Jahr - gesäumt war er einmal mehr von mehreren Lockdowns - und überdies einem Mangel an passenden Produkten am Markt, läuft der österreichische Investmentmarkt erstaunlich gut. Laut einem Quartalsupdate von CBRE zufolge sind in den ersten drei Monaten des Jahres rund 603 Millionen Euro investiert worden. Das sind um drei Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres und insofern spannend, als dass im Vorjahr das erste Quartal erst spät durch das Coronavirus getrübt worden ist. Und: Es hätte auch mehr sein können, würde die aktuelle Nachfrage durch das Angebot am Markt befriedigt werden, so Georg Fichtinger, Head of Investment Properties bei CBRE Österreich: "Die Investoren wären noch aktiver, aber nach wie vor mangelt es an passenden Immobilienoptionen." Zwar sei es für eine Prognose noch relativ früh, dennoch geht Fichtinger davon aus, dass heuer die Vier-Milliarden-Euro-Grenze wieder erreicht werden könne.

Ebenfalls interessant ist der Umstand, dass es eine Verschiebung bei den bevorzugten Assetklassen gegeben hat. Laut CBRE sind 32 Prozent des Gesamtvolumens in Wohnimmobilien geflossen, 29 Prozent in Industrie & Logistik, mit 21 Prozent rangieren Büroimmobilien an dritter Stelle.

Ebenso hat es eine Verschiebung bei den Investorengruppen gegeben: Am aktivsten waren im ersten Quartal die österreichischen Investoren, die für 52 Prozent des Transaktionsvolumens verantwortlich waren, 40 Prozent kamen aus Deutschland, 8 Prozent aus anderen Ländern.

Die Renditen waren im ersten Quartal 2021 relativ stabil, lediglich in der Assetklasse Industrie & Logistik hat die Spitzenrendite auf 4,2 Prozent leicht nachgegeben und sollte bis Ende des Jahres noch einmal leicht fallen, ebenso bei Büroimmobilien. Die Spitzenrendite für Wohnimmobilien bewegt sich mit 3,0 Prozent bereits auf einem niedrigen Niveau und sollte sich bis Jahresende stabil entwickeln.