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Wiener Privatbank stärkt Kerngeschäft

Schwächeres Ergebnis durch Covid-19

Autor: Stefan Posch

Die Wiener Privatbank könnte ihr Kerngeschäft im Krisenjahr 2020 stärken. Die Schärfung der Positionierung im Kapitalmarktgeschäft habe sichtlich positive Auswirkungen auf das angestrebte Wachstum der Bank gehabt, heiß es vom Unternehmen. So konnte das reine Depotvolumen im Berichtsjahr um 45 Prozent von 728 Millionen Euro auf 1.056 Millionen Euro deutlich gesteigert werden und somit erstmals die „Milliardenschwelle“ überschreiten. Dementsprechend konnten auch die gesamten Assets under Management um 15 Prozent von 1.532 Millionen Euro auf 1.755 Millionen Euro zulegen. Einmaleffekte aufgrund der Krise belasten aber das Jahresergebnis, das sich im Jahresvergleich von 406 Millionen Euro auf 313 Millionen Euro reduzierte.

Aufgrund der Marktverwerfungen zu Beginn der Krise wurden risikoreduzierende Maßnahmen im Bankbuch gesetzt, die zu einem negativen Finanzanlageergebnis i.H.v. 1,2 Millionen Euro geführt haben. Gleichzeitig wurden im Kreditportfolio aufgrund COVID-bedingter Marktentwicklungen und den damit in Verbindung stehenden Auswirkungen auf ein bestehendes Kreditgeschäft Risikovorsorgen i.H.v. -9,5 Millionen Euro gebildet. Wie bereits in der Ad-Hoc Meldung vom 21.12.2020 verlautbart, konnte die Bank im abgelaufenen Jahr somit nach UGB keinen Gewinn erwirtschaften bzw. weist gemäß IFRS einen Jahresverlust von -7,89 Millionen Euro aus.

„Das COVID-19 bedingte Krisenjahr 2020 war für die Wiener Privatbank so etwas wie ein Belastungstest für ihr Geschäftsmodell. Zu Ausbruch der Krise konnten wir mit sicheren Sachwertveranlagungen bei unseren Kunden punkten und im zweiten Halbjahr mit unseren Kapitalmarkt Dienstleistungen. Damit waren wir für jede Marktphase gut positioniert und so konnte die Bank im Kerngeschäft deutlich zulegen. COVID-19 hat aufgrund von Einmaleffekten jedoch auch Spuren im Ergebnis hinterlassen“, kommentiert Christoph Raninger, CEO der Wiener Privatbank, die Jahresbilanz